Michael
Wenn man vor einigen Jahrzehnten nach dem Inbegriff eines Komikers gesucht hat, war Jerry Lewis immer oben mit dabei. Der Meister des Grimassenschneidens sorgte mit seiner grotesken Komik für viele Lacher und so ist es wenig verwunderlich, dass sein zeitloser Humor auch dann noch funktioniert, wenn die dargestellte Zukunft bereits in der Vergangenheit liegt.
Zugeben, „Jerry, das Mondkalb“ ist vielleicht nicht der beste Jerry Lewis Film, hat aber einige sehr gute Momente, in denen man einfach lachen muss. Alleine, wie spielerisch mit dem amerikanisch/russischen Konflikt umgegangen wird, macht den Film sehenswert. 1966 war dies ein heißes und heikles Thema und umso erstaunlicher ist es, dass hier wirklich bitterböse Seitenhiebe auf die „Roten“ abgelassen werden.
Natürlich lebt der Film zu großen Teilen vom Talent des Hauptdarstellers, doch Jerry Lewis ist es nicht alleine der den Film sehenswert macht. Auch die beiden weiblichen Hauptdarstellerinnen bereichern den Film. Jerry Lewis Filmfrau Connie Stevens (Sein Name war Parrish, Grease 2) ist nicht nur optisch ein Leckerbissen und mit Anita Ekberg (Das süße Leben, Der Sadist) wurde die perfekte russische Verführung besetzt. [Sneakfilm.de]