Kalla Malla
Normalerweise sollte an der Stelle eigentlich eine Art Inhaltsangabe stehen, doch mal abgesehen davon, dass die hier schon der Titel erledigt, kann ich nichtmal so genau sagen, um was es denn hier geht? Am Anfang des Streifens steht irgendwas von wegen "basiert auf realen Ereignissen", aber letzten Endes bricht dann eh in der absolut amateurhaftesten Umsetzung die amerikanisch-splattrige No-Budget Umsetzung des Hinter Kaifeck Massakers über den Zuschauer herein.
Vielleicht rolle ich mein Review an der Stelle mal von hinten auf und erwähne grottenschlechte Amateurschauspieler, die scheinbar ihre eigene Oma dazu überredet haben, in ihrem Meisterwerk mitzuspielen (Fred Vogel lässt grüßen). Oder ich gehe auf die Abwesenheit der Spannung ein. Oder erwähne fehlende Atmosphäre in einem Halbsatz - von fehlendem Sinn für gute, nicht hölzern klingende Dialoge mal ganz abgesehen.
Man kann aber den Film auch auf das beschränken, für was er angedacht war: Splatter - und das nicht zu wenig. Wer bei einem Film mit dem Namen "Splatter Farm" über die ganzen Negativpunkte überrascht ist, sollte zügig das Genre wechseln, denn was einem hier geboten wird, muss man wirklich mal gesehen haben. Hier wird auf alles eingehackt, was vorher nicht schon zerschrotet oder verstümmelt wurde und das ganze mit eigentlich recht cool umgesetzten Effekten! Vorallem dann, wenn man das Budget und das Alter der Macher (maximal fortgeschrittenes Teeniealter) beachtet.
"Splatter Farm" ist ein Film, der das bietet, was sein Titel sagt. Jedoch muss man eben auch ganz klar damit rechnen, hier nicht zu jeder Sekunde königlich unterhalten zu werden, denn wenn außer no-Budget Effekten nichts vorhanden ist, kann sich gelegentlich schonmal die Langeweile breit machen. Wer das in Kauf nimmt und schon mit "Cannibal Campout", "Video Violence", "Black Past", "They Don't Cut The Grass Anymore" oder von mir aus auch "Violent Shit" klarkam, muss hier wirklich einen Blick riskieren.