Michael
Wieder einmal habe ich mit „Boarding Gate“ einen durchschnittlichen Film gesehen. Hier weiß man, wieso der Film seinen Weg nicht auf die Kinoleinwand geschafft hat, und man sich mit einer DVD-Auswertung zufrieden geben muss. Denn auch, wenn „Boarding Gate“ an vielen Stellen überzeugen kann, gibt es in Olivier Assayas (Noise, Demonlover) Film viele Schwächen.
So bleiben die Hauptcharaktere des Films ziemlich blass und es fällt dem Zuschauer schwer wirklich mit der Hauptfigur Sandra mitzufiebern. Diese Schwierigkeiten werden zudem dadurch noch gestärkt, dass Asia Argento (Last Days, Trauma) zwar nett anzusehen ist, allerdings schauspielerische Schwächen offenbart und so nicht immer überzeugt. Viele ihrer Auftritte wirken leider stark gekünstelt, wodurch einiges an Potenzial verspielt wird.
Von den drei Hauptdarstellern ist es Michael Madsen (Cosmic Radio, All In) der die besten Szenen hat. Ihm kauft man den schmierigen Finanzier sofort ab und mit seinem Spiel gelingt es Madsen für gelungene Akzente zu sorgen.
Insgesamt gesehen ist „Boarding Gate“ ein ordentlicher Film, der vor allem bei einer Fernsehausstrahlung ruhig angeschaltet bleiben kann. Etwas wirklich Neues wird hier zwar nicht gezeigt, doch langweilt man sich bei den neu zusammengesetzten alten Ideen auch nicht. [Sneakfilm.de]