Michael
[CAST]
Regisseurin Ute Wieland (Wie angelt man sich seinen Chef?) respektive die für das Casting verantwortliche Heta Mantscheff (Gran Paradiso, Süperseks) haben bei der Besetzung von „FC Venus“ hervorragende Arbeit geleistet. Sowohl Christian Ulmen (Herr Lehmann, Elementarteilchen) als auch Nora Tschirner (Soloalbum, Kebab Connection) spielen ihre Rollen großartig und auch auf den anderen Positionen gibt es keine Ausfälle. So glänzt zum Beispiel Heinz Hoenig (7 Zwerge, Antikörper) als Star-Trainer Laurenz Schmidt und auch die mir unbekannteren Darsteller wie Anneke Kim Sarnau (Tatort) und Florian Lukas (Kammerflimmern) machen eine gute Figur.
Selbst die Ergänzungspieler im Kader des „FC Venus“ überzeugen, egal ob sie nun auf der Seite der Frauen oder auf Seite der Männer spielen, so dass es an der Besetzung des Films keinen Kritikpunkte gibt.
[MEINE MEINUNG]
„FC Venus“ ist einer der Filme, denen ich zunächst eher Skeptisch gegenüberstand, da die Story und der Trailer nicht wirklich auf eine gelungene Komödie hindeuteten. Erfreulicherweise wurde ich eines besseren belehrt und habe mich eigentlich über die gesamte Laufzeit des Films gut amüsiert. Ute Wieland spielt gut den Klischees der Fußball liebenden Männer und der Fußball hassenden Frauen ohne dabei jedoch lächerlich zu wirken und schafft es immer wieder den Zuschauer mit gelungenen Einfällen zu überraschen. So steht zum Beispiel im Vertrag zum Spiel Eintracht Imma gegen FC Venus festgeschrieben, dass der FC Venus jeden Aufstellen darf mit denen die Spieler der Eintracht Imma im vergangenen Jahr Sex hatten und so kommt es dann dazu, dass einer der Eintracht Spieler unfreiwillig als Schwul geoutet wird und sich so im Frauenteam ein Mann befindet. Ähnlich gelungen und auf die selbe Vetragsklausel aufbauend schmuggelt Anna mit Kim Wagner eine Profitorhüterin in das Team des FC Venus und wenn es dann den Damen auch noch gelingt mit Laurenz Schmidt einen echten Star-Trainer für ihr Team zu gewinnen, dann bleibt wirklich kein Auge trocken.
Gut gefallen haben mir auch die gezeigten Spielszenen. Ganz bewusst wurde hier auf eine ultrarealistische Darstellung eines Fußballspiels verzichtet, sondern auf eine überspitzte fast comichafte Darstellung der Spiele gesetzt, wodurch es gelungen ist, sowohl Fußballverrückte als auch nicht Fußballverrückte für die Bilder auf der Leinwand zu begeistern.
Ein dritter Punkt der mir bei „FC Venus“ positiv aufgefallen ist, ist die Musikauswahl. Neben einigen bekannten Hits aus den Fußballstadien ist der Film nämlich ein Showcase für das neue „Bosshoss“-Album, die einige Stücke zum Soundtrack beigetragen haben. Mir persönlich gefällt deren Musikstil ja ganz gut und so macht es durchaus Spaß auf die Tonspur von „FC Venus“ zu hören.
Zu guter letzt sind es die Schauspieler die „FC Venus“ für mich Sehenswert machen. Besonders Christian Ulmen und Nora Tschirner haben mir gut gefallen, aber auch der Rest der Besetzung konnte mich überzeugen. [Sneakfilm.de]