Michael
“Ambiguous” ist ein Film, der sich in jedem einzelnen Bild vom typischen Kino abhebt. Ungeschönt werden hier die Themen Erotik, Sex und Selbstmord unter einen Hut gebracht und in Teils schockierende, teils bewegende und teils humorvolle Bilder gepackt.
Für Zuschauer wie mich, die diese Art des Kinos nicht gewohnt sind, wirkt “Ambiguous” vor allem erst einmal seltsam. Lässt man sich aber auf den japanischen Film ein, wird man mit fesselnden Charakteren und einer bewegenden Geschichte belohnt.
Das Konzept von “Ambiguous” funktioniert deshalb, weil die Inszenierung des Films kompromisslos direkt ist. Was im westlichen Kino als Pornographie gelten würde, gilt hier als Kunst, wodurch ein ganz eigenes Genre erschaffen wurde: das Pink Cinema.
Faszinierend dabei ist auch der Umstand, dass es dem Regisseur von “Ambiguous” gelingt seine Geschichte in gerade einmal 64 Minuten zu erzählen. Dadurch haben die einzelnen Charaktere zwar kaum Zeit sich zu entfalten, doch auch n der kurzen Zeit fiebert man mit jeder Figur mit und hat immer das Gefühl einen vollwertigen Spielfilm zu sehen. Eine Kunst, die nur wirklich guten Regisseuren gelingt. [Sneakfilm.de]