Abbatest
Autobiographischer Film über einen Mann, bei dem Kehlkopfkrebs diagnostiziert wird. Herr Lenz spielt sich selbst, der Text wird von einem Erzähler gesprochen. das tut der Glaubwürdigkeit aber keinen Abbruch.
Er feiert gerne, ist Raucher, und bemerkt nach einem Urlaub eine Heiserkeit, die nicht wieder verschwindet. Ein Kehlkopfkrebs wird diagnostiziert. Sehr gute Darstellung der Gefühle, die eine solche Diagnose verursacht. Er wird in Eppendorf operiert, eine Teilresektion, nach der er sich wieder erholt. Beruflich erleidet er einige Rückschläge, da er durch die Beeinträchtigung der Stimme nicht mehr im Außendienst arbeiten kann. Nach einiger Zeit stellen sich die Beschwerden wieder ein - ein Rezidiv! Diesmal wird eine Kehlkopfentfernung durchgeführt. Herr Lenz muss eine Ersatzstimme erlernen, um sich verständigen zu können. Es werden viele Nebenwirkungen der Therapie vermittelt, unter anderem stammt auch der Titel - Der Indianer - von den Bestrahlungsfeldern, die auf seinem Gesicht eingezeichnet wurden. Herr Lenz schafft es trotzdem immer wieder, die Lebensfreude nicht zu verlieren. Die Geschichte wird im Hintergrund von einer Feier mit Freunden und Familie begleitet, auf die immer wieder zurückgeblendet wird. Das Ende ist leider traurig. Herr Lenz hat die Veröffentlichung nicht mehr miterlebt. Der Erzähler liest einen von ihm verfassten Text vor, damit endet der Film. Obwohl die Therapie natürlich in den letzten 30 Jahren Fortschritte gemacht hat, lohnt es sich noch immer, diesen Film anzuschauen!