Michael
Wenn Sönke Wortmann Regie führt, erwartet man einen zumindest soliden Film. Mit Frau Müller muss weg! hat er zudem schon gezeigt, dass er sich im Schulmetier auskennt und so ist es doch schon ein wenig enttäuschend, dass Eingeschlossene Gesellschaft so ein Reinfall ist. Die Idee das Zulassungssystem für das Abitur und das Schulsystem im allgemeinen in Frage zu stellen und zum Mittelpunkt eines Kammerspiels zu machen ist toll, warum allerdings eine derartig stereotype Charakterzeichnung stattfinden muss, in der keine Figur auch nur die Chance bekommt aus dem initial gezeichneten Muster auszubrechen, weiß wahrscheinlich nur Wortmann. Auch, dass der Film bis ins kleinste Details vorhersehbar ist und die Witze unfassbar unlustig sind muss man nicht verstehen. Die Prämisse des Films bietet soviele Chancen, die alle vertan wurden! Schade! [Sneakfilm.de]