Michael
In meiner Kindheit habe ich mir die Comics des Marsupilamis immer mal wieder aus der Bücherei ausgeliehen, doch der Film kann die positiven Kindheitserinnerungen an das gelbe Fantasiwesen nicht auffrischen.
Leider ist “Auf den Spuren des Marsupilami” nur ein mittelmäßiger Film geworden. Und dies liegt in erster Linie an der Geschichte. Diese fokussiert sich meiner Meinung nach zu sehr auf den Diktator General Pochero und degradiert das Marsupilami fast schon zu einem Nebencharakter. Zwar bekommt das Wesen immer noch eine Menge Screen Time, doch wäre es wünschenswert gewesen die Figur mehr in den Mittelpunkt der Handlung zu rücken.
Doch auch die Darsteller konnten mich nicht komplett überzeugen. Schlecht spielen de Hauptdarsteller zwar nicht, doch gerade Alain Chabt (Noch Tausend Worte, Papa) kommt meiner Ansicht nach nicht sympathisch rüber, so dass einem seine Figur so ziemlich egal ist. Gleiches gilt für Lambert Wilson (5 to 7, The Blind Man) als Diktator Pochero. Er hat allerdings den Vorteil, dass seiner Rolle durch die Liebe zu Celine Dion ein ziemlich schräges Faible verliehen wurde und er später im Film durch dieses Faible die vielleicht lustigste Szene des Films hat.
Ein weiteres kleines Problem, welches aber mit Sicherheit nicht jeden stören wird, ist die CGI des Films. Das Marsupilami entstammt nämlich dem Computer und leider sehen die Animationen des Fantasywesens nicht immer überzeugend aus. So unterirdisch wie in manchem B-Movie ist das Marsupilami glücklicherweise nicht geraden, doch gelingt es den Machern auch nicht das Wesen so zu integrieren, dass man als Zuschauer vergisst, dass man es mit einer Computeranimation zu tun hat, wie es Steven Spielberg zum Beispiel mit seinen Dinosauriern in “Jurassic Park” oder Peter Jackson mit Gollum bei “Herr der Ringe” gelungen ist. [Sneakfilm.de]