Bloody Jörg
Nein, der Slasherfilm wird mit diesem viel gelobten und auf Festivals gefeierten Werk nicht neu erfunden, denn dazu ist diese Nummer trotz all ihrer selbstironischen Brüche letztlich doch zu konventionell. Alle alten Regeln des Subgenres werden brav eingehalten. Es dauert auch ein Weilchen, bis die Jagd durch die Sümpfe an Fahrt gewinnt, dann aber gibt es eine handvoll ultrabrutaler Axtmorde, die eben so heftig wie kurz sind. Man darf also den Stimmen nicht glauben, die da meinen, HATCHET würde vor Blut nur so triefen, denn da haben andere Killer schon heftiger zugelangt. Trotzdem sind die derben Morde natürlich das Salz in diesem lustigen louisianischen Fun-Splatter-Jambalaya-Eintopf, bei dem anfangs Humor und Wortwitz überwiegen, ehe der Horror das Kommando übernimmt. Und Kane Hodder ist eben Kane Hodder und macht das, was er am besten kann, nämlich durch den Wald stapfen und junge Leute massakrieren. Fazit: Nicht innovativ, aber amüsant.