Michael
Mit „The Future of Food“ findet eine Dokumentation ihren Weg in die Regale der Händler, die jeder gesehen haben sollte, der sich für das Thema Ernährung interessiert. Der Film lässt den Zuschauern einen Blick auf die Abgründe der Nahrungsmittelindustrie werfen. So erfährt man zum Beispiel, dass amerikanische Farmer hohe Strafen wegen Verletzungen des Patentrechts zahlen müssen, da genmanipulierte Samen durch Winde auf ihre Felder getragen wurden.
Doch so spannend die Dokumentation auch präsentiert wird, darf man eines bei Deborah Koons Film nicht vergessen. Wie so viele andere Dokumentationen auch, zeigt der Film nur eine Seite der Medaille. Da es sich bei „The Future of Food“ um einen Film handelt, der Genfood kritisch gegenüber steht, kann man nicht erwarten, dass auch eventuelle positive Seiten der manipulierten Nahrung erwähnt.
Mich hat der Film trotzdem fasziniert und mir gezeigt, dass ich mit Meinung Einstellung gegenüber Nahrung einen guten Weg eingeschlagen haben. Gehörte ich auch lange zu den Menschen, denen es nahezu egal war, wo die Lebensmittel herkamen die ich zu mir nehme, hat sich diese Einstellung in den letzten Jahren immer mehr gewandelt und „The Future of Food“ zeigt mir in gewisser Weise, dass Genfood nicht unbedingt die beste Nahrung ist. Nach Sichtung der Dokumentation heißt das Motto für mich jedenfalls noch mehr „Back to Nature“. [Sneakfilm.de]