Bloodshed - HD stream
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Kalla Malla
Die beiden Brüder Frank (Íce Mrozek) und der geistig etwas zurückgebliebene Donnie (Christopher Childs) leben seit dem Tod ihrer Mutter vor vielen Jahren alleine in einer kleinen Waldhütte nahe einer Kleinstadt und versorgen sich selbst, ohne dabei jemanden zur Last zu fallen. Die Bewohner des anliegenden Städtchens erzählen sich jedoch die wildesten Geschichten über die introvertierten Brüder, so sollen sie ihre Eltern einst sogar selbst umgebracht haben. Eines Tages fahren drei junge Leute, die Kellnerin Katie (Shannon Laine) und zwei Kerle, mit dem Auto in den Wald, um dort Sex zu haben. Als Donnie darauf aufmerksam wird und einen Blick in das Fahrzeug wirft, drehen die Männer durch und verprügeln ihn. Frank kann rechtzeitig einschreiten und die Angreifer vertreiben, wobei er Katie so sehr verängstigt, dass diese in den Wald flüchtet. Kurz darauf überschlagen sich die Ereignisse. Wie sich herausstellt, war einer der zwei Angreifer kein anderer als Rodney (Mark Saffold), der Sohn des örtlichen Sheriffs Greene (Paul West). Bei einem Spaziergang durch den Wald stößt Donnie kurz darauf auf die Leiche der Kellnerin Katie, die auf ihrer Flucht unglücklich gestürzt ist und dabei gestorben sein muss. Naiv wie er ist, trägt er die Leiche zur Hütte und bringt dadurch eine Reihe von Geschehenissen ins Rollen, die nicht mehr aufzuhalten sind. Als Katie's Freundin Beth (Shana Lee Klisanin) nach ihr sucht und dabei ihre Leiche findet, wird sie von Frank erwischt und fortan im Haus der Brüder gefangen gehalten. Auch der Sheriff bemerkt langsam, dass irgendetwas nicht mit rechten Dingen zugeht und die Situation wird für die eigentlich unschuldigen Brüder immer auswegloser.. Da es sich bei "Bloodshed" um ein Regiedebut handelt, zu dem Regisseur Jim McMahon gleichzeitig das Drehbuch schrieb, das Werk produzierte und es zusammenschnitt, glaubt man im Voraus schnell darüber im Klaren zu sein, um was für eine Art Film es sich handelt. Wer heutzutage im Low-Budget Bereich auf sich aufmerksam machen will, kommt in der Regel schließlich nicht auf die Idee, kreativ zu werden, sondern fackelt nur schnell ein Splatterfeuerwerk billigster Kajüte ab und schon ist man bei den Genrefans fürs Erste im Gespräch. McMahon hatte jedoch ein anderes Ziel vor Augen: Ihm schwebte vor, einen Thriller mit Story zu drehen, logischerweise steht diese bei "Bloodshed" konsequent im Vordergrund und drängt alles andere sachte in den Hintergrund, inklusive Spannung und Unterhaltungswert. Dazu aber erst später. Zu dem Regisseur sei noch gesagt, dass er 2005 keineswegs ein vollkommener Neuling im Filmgeschäft war. Er kam unter anderem schon in Lloyd Kaufman's "Make Your Own Damn Movie!" zu Wort, war bei vier B-Movies als Kameramann tätig und hat zuvor auch schon den einen oder anderen nicht nennenswerten Streifen produziert. Zugegeben, die Handlung von "Bloodshed" haut einen nicht gerade vom Hocker, sie ist weder umwerfend neuartig, noch auf irgend eine Art und Weise bewundernswert, aber zumindest muss man McMahon zu Gute halten, seinem Vorsatz treu geblieben zu sein. Man hat ständig das Gefühl, sich den Film der Handlung und nicht überzogener Effekte wegen anzusehen, das ist zumindest schonmal etwas. Hier müssen Schwächen in der Handlung nicht durch zahlreiche Blutbäder kaschiert und kompensiert werden, die Story arbeitet für sich alleine und ist an und für sich schon recht tauglich, einen B-Movie zu tragen. Es werden in den ersten Momenten die typischen Elemente eines Backwood-Streifens aufgegriffen, auch wenn dabei erwähnenswert ist, dass bei "Bloodshed" kaum mit Klischees hantiert wird und sich das Ganze überaus realitätsnah gibt. So realitätsnah sogar, dass man nur noch die obligatorische Texteinblendung vermisst, die einen darüber informiert, dass das Ganze auf einer wahren Begebenheit beruht. Anders als in anderen Horrorfilmen (als solcher ist "Bloodshed" onehin nur schwer zu bezeichnen) geht es hier nicht um gestörte Hinterwäldler, auch wenn Frank und Donnie sicherlich nicht ganz normal sind. Es handelt sich hier im Grunde genommen um normale Menschen, die nichts für ihren Außenseiterstatus können und lediglich ein ruhiges Leben unter sich fristen wollen. Hier dreht "Bloodshed" die üblichen Klischees auch auf angenehme Art um, so sind es nämlich nicht die "Normalen", die vom "bösen, hässlichen und andersartigen" terrorisiert wird, vielmehr werden die Brüder ohne eigenes Verschulden in eine ausweglose Lage gebracht, die sie zu härteren Maßnahmen führt. "Bloodshed" teilt sich in Elemente eines typischen Teeniefilms, eines Backwoodslashers, eines seichten Dramas und eines Serienkillerfilms auf und funktioniert in dieser Mischung recht annehmbar, wenn aber auch noch lange nicht wirklich gut. Denn trotz gerade mal 73 Minuten Laufzeit (ohne Abspann), nimmt das Geschehen nie richtig an Fahrt auf, die Story wird ohne viele Highlights eher einschläfernd erzählt. Dies ist insofern schade, da Jim McMahon einen interessanten Grundgedanken verschwendete, um daraus einen absolut belanglosen Film zu machen, den man schnell wieder vergessen hat und der deshalb vor allem im Nachhinein wesentlich schlechter scheint, als er eigentlich ist. Man sollte hier, trotz des Covers, keinen Horrorfilm erwarten. "Bloodshed" schildert vielmehr, was passieren kann, wenn sich die Resultate einer unbedachten Handlung auf Unschuldige auswirken, die sich in diesem Fall anschließend selbst nicht anders als durch Gewalt zu helfen wissen. Man könnte, wenn einem danach ist, das Geschehen mehr zu interpretieren, als es der Film verdient, sicherlich über eine Studie von Gewalt, Toleranz und Menschlichkeit sprechen, doch all das trifft auf "Bloodshed" nicht zu. Es handelt sich einfach um einen kleinen Low-Budget Beitrag, der zwar irgendwie existiert, auf der anderen Seite aber keinerlei Daseinsberechtigung aufweisen kann. Man sieht sich den Film an, ohne sich großartig zu langweilen, vergisst ihn aber nach einigen Stunden schon wieder und wird sich an keinen einzigen Moment des Streifens lange erinnern. Es ist zwar nicht gänzlich uninteressant, mit anzusehen, wie sich die Lage immer weiter zuspitzt und die beiden Brüder immer mehr in die Enge getrieben werden, aber mehr auch nicht. Die Rednecks werden durchaus symphatisch dargestellt, so dass man ihr Handeln auch nachvollziehen kann, aber eine Verbundenheit will sich dennoch nicht einstellen, so dass man sich stets vom Geschehen distanziert. Die FSK 18 ist derweil absoluter Mumpitz. Hätte ein großes Hollywoodstudio das selbe Werk abgeliefert, wäre problemlos eine Freigabe ab 16 drin gewesen, aber damit müssen die kleinen Filmemacher eben leben. Auf Gore darf man den kompletten Film über vergebens warten, auch wenn "Bloodshed" seinem Titel ab und an schon gerecht wird und einige Liter Kunstblut vergießt. Dies ist dann allerdings nicht weiter nennenswert, ebenso sucht man eine verstörende Atmosphäre umsonst. Was die Inszenierung anbelangt, bekommt man das geboten, was man von einem Low-Budget Titel erwarten darf. Wer nichts mit wackelnden Kameras, amateurhaften Schauspielern (auch, wenn einige ihren Part mehr als souverän erledigen, beispielsweise Íce Mrozek und Paul West), und dergleichen anfangen kann, wird den Film hassen, keine Frage. Einzig für Liebhaber dieser Filmgattung sei hier ein Blick empfohlen, denn wenn keine Symphatien für Amateurproduktionen vorhanden sind, kann man einen Zugang zu dem Geschehen vergebens suchen. Fazit: Leider handelt es sich bei "Bloodshed" um eine zwiespältige Angelegenheit. Wo der Film zum Einen zwar mit einer brauchbaren Story und interessanten Hintergrundgedanken aufwarten kann, versagt er andererseits als Thriller auf ganzer Linie, da sich Spannung und Atmosphäre nur selten einstellen wollen. Gerade dann, wenn man das Ganze aber als Low-Budget Produktion betrachtet, weiß "Bloodshed" doch noch einigermaßen zu gefallen, da zumindest keine ernstzunehmende Langeweile aufzukommen droht und einem die Story mal etwas anderes zum sonstigen Einheitsbrei bietet. "Bloodshed" ist dank nur 73 Minuten Laufzeit schnell gesehen und ebenso schnell wieder vergessen, ein belangloser Film, ohne Frage, aber zumindest gibt es im Low-Budget Bereich noch wesentlich schlechteres als das, was Jim McMahon hiermit abgeliefert hat.
Michael
“Bloodshed” ist ein durchaus interessanter Film. Die Schauspieler des Films sind vielleicht nicht die allerbesten, machen aber allesamt eine gute Figur. Ihre Leistungen sind für das Genre Horrorfilm in jedem Fall ausreichend. Auch ist der Blutfaktor des Films in einem für einen Film dieses Genres guten Rahmen. Ein Horrorfilm muss nicht zwangsläufig blutig sein, wenn man sich aber zum Subgenre Backwoodslaher, also Hinterwaldschlitzer, orientiert, bleibt es nicht aus, dass es das ein oder andere Mordopfer im Film gibt. Bei “Bloodshed” wurde hier von Regisseur Jim McMahon ein guter Mittelweg gefunden, bei dem der Film spannend bleibt, aber nicht in ein unnötiges Blutbad ausartet. Die Spezialeffekte sind für einen Horrorfilm ja auch nicht so ganz unwichtig. Auch hier gelingt es “Bloodshed” zu punkten. Zwar können die Effekte nicht mit den absoluten Topproduktionen mithalten, sehen aber zu keiner Zeit billig aus und sorgen bei einigen Personen bestimmt für einen gewissen Ekel, womit genau das erreicht wäre, was ein Horrorfilm möchte. [Sneakfilm.de]
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