Michael
Wieder einmal vergisst ein deutscher Kinderfilm, dass die primäre Zielgruppe nicht unbedingt alleine ins Kino geht. So erzählt Die Schule der magischen Tiere zwar eine für Kinder spannende Geschichte um mysteriöse Vorgänge an der Schule der Protagonisten und auch die magischen Tiere können bei den Kids ein Lächeln ins Gesicht zaubern, ich als begleitendes Elternteil bei der Sichtung habe mich allerdings gefragt, warum die Figuren so stereotyp sein müssen. Klar, Kinderfilme müssen sehr viel deutlicher zeigen, wer nun gut oder böse ist, aber muss es gleich mit der Holzhammermethode gemacht werden? Ein paar Nuancen müssen doch möglich sein? Und warum muss soviel gesungen werden? Weil Bibi & Tina damit Erfolg hatten? Aber da war das von Detlev Buck verfolge Konzept ein ganz anderes als hier! Die Elternbrille einmal abgelegt, muss ich am Ende dem Film allerdings zugestehen, dass er bei Kinder zu funktionieren scheint. Mein Sohn war sofort schockverliebt in Fuchs und Schildkröte und hat regelrecht mitgefiebert, wenn es darum ging die Ereignisse aufzuklären. Und das ist doch was zählt, oder? Da muss man als Papa wohl einfach mal in den sauren Apfel beißen und durchhalten….und dies wohl noch mindestens drei weitere Teile. [Sneakfilm.de]