Michael
Die Story von „Knockout – Born to Fight“ klingt jetzt nicht gerade spannend und genauso ist es auch. Der Film entpuppt sich als belangloser Film über einen Underdog, der nicht nur unspannend inszeniert ist, sondern zusätzlich auch nicht gerade gut gespielt ist.
Im Prinzip erzählt der Film die Geschichte des Filmklassikers „Rocky“ neu und setzt dabei weniger auf die Dramaelemente, sondern vielmehr auf eine Erzählstruktur die für jüngere Zuschauer besser geeignet ist und den Fokus eher darauf legt zu zeigen, dass man seine Ziele erreichen kann, egal wie schlecht die Ausgangssituation ist.
Mit einem anderen Darsteller in der Rolle des Dan als Steve Austin und sympathischeren Kinderdarstellern hätte das Konzept vielleicht sogar aufgehen können, so allerdings langweilen sich nicht nur die erwachsenen Zuschauer bei dem Film auch in der Zielgruppe wird der Film wenig Begeisterung auslösen.
Was mich ebenfalls stört, ist das Thema des Films. Ich weiß nicht, ob man Kinder- und Jugendliche unbedingt den Boxsport näher bringen muss. Zwar macht der Film klar, dass es besser ist einen Konflikt nicht durch einen Straßenkampf zu lösen, aber ob ein Boxkampf dann unbedingt die bessere Wahl ist lasse ich mal dahingestellt. Warum wurde der Konflikt von Matthew und Hector nicht zum Beispiel im Zehnkampf entschieden? Wahrscheinlich weil man dann nicht Steve Austin hätte besetzen können.
Es muss auch kurz über die Altersfreigabe geredet werden. Während der Film selbst eine FSK Freigabe ab 12 Jahren bekommen hat, ist die Blu-ray erst ab 16 Jahren freigeben. Dies liegt an den Trailern die in der Trailershow enthalten sind, da diese zum Teil eine FSK 16 Freigabe haben, denn dadurch muss die ganze Scheibe die Freigabe erhalten, die am höchsten ist. Ich sehe dies als Problem an, da man so den Eindruck gewinnt, dass der Film selbst eine härtere Gangart einschlägt. Natürlich grenzt man so auch die eigentliche Zielgruppe des Films ein wenig aus und spricht ein Publikum an, die bei dem Titel und der Freigabe einen völlig anderen Film erwarten. So sollte eine Filmvermarktung nicht aussehen! [Sneakfilm.de]